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„War schön, die anderen mal wieder zu sehen“

Geschrieben von Flensburger Tageblatt.

Bericht aus Flensburger Tageblatt vom 10.05.2021

Erster Wettkampf nach langer Pause: 48 Schwimm-Talente aus dem ganzen Land zu Gast in Flensburg

MASKEN- UND TESTPFLICHT, FESTGELEGTE WEGE IN DER HALLE – DER WETTKAMPF UNTER CORONA-BEDINGUNGEN STELLTE DIE ORGANISATOREN VOR EINIGE HERAUSFORDERUNGEN. MICHAEL STAUDT

FLENSBURG Dass er grinst, ist sogar hinter dem Mund-Nasen-Schutz zu erkennen. Viermal ist Sverre Stammer (13) von der SG Bad Schwartau an diesem Vormittag im Flensburger Campusbad auf den Startblock gestiegen, vier Mal hat er eine Bestzeit hingelegt. Über 50 Meter Schmetterling sowie über 50, 100 und 200 Meter Brust ist der junge Schwimmer – Stand jetzt – für die Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften qualifiziert.

VIER STARTS, VIER BESTZEITEN: FÜR SVERRE STAMMER HAT SICH DIE REISE NACH FLENSBURG GELOHNT. MICHAEL STAUDT

Die Titelkämpfe hätten Ende des Monats in Berlin stattfinden sollen, sind aber auf den Herbst verschoben worden. Um mitmachen zu können, brauchen die Talente gute Platzierungen in der Rangliste. Dafür sind schnelle Zeiten nötig – und die sind nur bei Wettkämpfen zu erreichen. In Corona-Zeiten ist das fast unmöglich.

Doch es bewegt sich etwas. „Am Mittwoch haben wir das ’Go’ vom Gesundheitsamt bekommen“, erzählt Ulrike Thielemann, Schwimmwartin beim Flensburger Schwimmklub (FSK). Und so durfte der Schleswig-Holsteinische Schwimmverband (SHSV) 48 Kadersportlerinnen und -sportler aus dem ganzen Land zum Überprüfungs-Wettkampf einladen. Ein sportliches Kräftemessen nach so langer Pause – nicht nur für die Organisatoren, auch für die Talente eine Herausforderung.
„Ich habe mich selbst ziemlich unter Druck gesetzt. Aber meine Eltern haben mir den Stress genommen“, berichtet Sverre Stammer. „Ich hatte schon viel Lust auf den Wettkampf, ich war anders drauf als sonst. Ich bin nachts aufgewacht und war aufgeregt“, sagt Andra Bejenaru vom FSK, die mit ihrem Abschneiden über 50 und 100 Meter Schmetterling nicht zufrieden ist: „Das war nicht so gut heute. Ich habe kein gutes und kein schlechtes, eher so ein Zwischengefühl.“
Corona-Tests am Eingang, festgelegte Wege in der Halle, Kampfgericht und freiwillige Helfer, nur jede zweite Bahn besetzt – es ist anders als sonst. Als „viel ruhiger“ hat Sverre Stammer die Atmosphäre im Campusbad empfunden.
„Wir wollen die Kinder im Wasser haben“, sagt Landestrainer Stefan Herbst (42). Er hatte regelmäßigen Kontakt zu seinen Schützlingen, in Malente war auch Training möglich. Doch ein Wettkampf ist etwas Besonderes. Der Testlauf war erfolgreich, jetzt hoffen Herbst und Ulrike Thielemann darauf, dass bald noch mehr geht. „Dafür müssen die Bäder geöffnet sein“, weiß Thielemann und Herbst ergänzt: „Das hängt auch von den Vereinen ab. Einige machen sehr viel, andere wenig oder gar nichts.“
Sverre Stammer rückt den Mund-Nasen-Schutz zurecht und zieht sich die schwarze Mütze tiefer ins Gesicht. „Auch wenn man die anderen nicht anfeuern durfte – es war schön, sie mal wieder zu sehen“, sagt er und springt zu den Eltern ins Auto.

usc

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