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Campusbad: Jetzt soll es eine Genossenschaft richten

Geschrieben von Flensburger Tageblatt.

Das Flensburger Tageblatt berichtete am 24. Mai 2012:

Der Betrieb des Campusbades nach einer möglichen Übernahme sorgt in der Politik für heftige Diskussionen. Foto: Dewanger

Hauptausschuss denkt schon über Optionen nach möglicher Übernahme der Projekt-Gesellschaft nach

Flensburg. Badefreuden genießen, aber als Genossen - das ist der jüngste Vorschlag in der Diskussion über die Zukunft des schwer schlagseitigen Campusbades. WiF, Grüne und FDP starteten am Dienstag im Hauptausschuss einen Vorstoß in Richtung einer Bürgergenossenschaft, um das defizitäre Bad in genossenschaftlicher Rechtsform wieder aufzurichten. Doch der Prüfauftrag soff nach einer teils grotesken Diskussion im Hauptausschuss in einem Stimmen-Patt ab.

Grotesk deswegen, weil der Hauptausschuss mit zunehmender Vehemenz das tat, was er erklärtermaßen eigentlich nicht wollte: Öffentlich über Flensburgs Schwimmbad diskutieren und es dabei zu beschädigen. Schon gleich nach dem Vortrag von Antragstellerin Ellen Kittel-Wegener hatte sich CDU-Ratsherr Christoph Meißner mit der Bitte zu Wort gemeldet, dies doch wenn schon, dann bitte nicht öffentlich zu erörtern. Aber da war die Diskussion schon im vollen Gange, zumal Jörg Pepmeyer für die Akopol schon Stellung bezogen hatte. Seine Fraktion könne sich nur vorstellen, das Campusbad künftig in städtischer Regie zu betreiben - möglicherweise mit dem jetzigen Vertragspartner Wolfgang Tober, aber ohne das für ihn undurchsichtige Firmengeflecht zwischen Investor Commerz-Real, dessen Tochter Mabama und Tobers eigener Firma Aquavital im Hintergrund. "Ich halte dieses Konstrukt nicht für sinnvoll", meinte Pepmeyer. Er habe das Gefühl, Commerz-Real stecke viel Geld für Leistungen ein, die gar nicht erfolgen.

Das stand nicht einmal im Widerspruch zum gemeinsamen Antrag der drei Fraktionen, die unter dem Strich nur die wirtschaftlichen Chancen und Risiken eines genossenschaftlichen Betriebes, einer Bewirtschaftung durch die Stadtwerke und einer gemeinsamen Bewirtschaftung mit der Glücksburger Fördeland-Therme dargestellt bekommen wollten. WiF-Chefin Erika Vollmer warb mit dem Argument um Zustimmung, die Verwaltung prüfe zwar eine Reihe von Möglichkeiten, aber eben ein paar auch nicht. Meike Bruhns (FDP) verstand die ganze übertriebene Aufregung nicht, man wolle doch nur ein paar überlegenswerte Optionen aufgezeigt bekommen.

Aufgeregt waren aber schon - demselben Gedanken folgend - der für das Campusbad zuständige Bürgermeister Henning Brüggemann und der CDU-Riegel. Brüggemann zeigte sich "äußerst unglücklich" über den Verlauf einer Diskussion, die strategische Optionen der Stadt in Gesprächen und Verhandlungen beeinträchtigen könnte. Edgar Möller (SSW) beschwor die Kollegen eindringlich: "Lasst uns das lieber unter uns diskutieren und keine Signale nach draußen senden." CDU-Fraktions-Chef Frank Markus Döring schließlich war schwer genervt: "Das ist ein supertolles Bad. Ich bin es Leid, ständig negative Aussagen über das Campusbad zu hören. Der Antrag ist so überflüssig wie diese Diskussion hier." Am Ende sprang die SPD den Antragstellern bei. "Nachdenken ist Pflicht", meinte deren Fraktionsvorsitzender Helmut Trost. Im Übrigen habe die Öffentlichkeit das Recht zu wissen, über welche Optionen Politik und Verwaltung nachdenken. Daraus wurde dann wegen des Stimmen-Patts nichts. Immerhin. Brüggemann kündigte neue Informationen vom Campusbad an - dann aber später. Im nicht öffentlichen Teil.

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