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beim Flensburger Schwimmklub

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Trainerausbildung über die Grenze hinweg

Geschrieben von Dr. Katharina Rubahn.

Ganz im Stillen tut sich was im hohen Norden Deutschlands. Die deutsch-dänische Grenze soll nicht länger Aktivitäten diesseits und jenseits der Grenze am Zusammenwirken behindern. Die Schwimmvereine des Haderslev Svømmeklub und des Flensburger Schwimmklubs haben es in einer dreijährigen Zusammenarbeit vorgemacht, die unterstützt wurde durch das Interreg IVa Programm.

Aus dieser Zusammenarbeit entstand die Idee zu einer grenzüberschreitenden Trainerfortbildung unterstützt durch die dänische Schwimmunion und den Kreisschwimmverband Flensburg/Schleswig-Flensburg. In der Gesamtregion gibt es 48 Schwimmvereine. Auf deutscher Seite sind es nur 10 Vereine, die zum Kreisschwimmverband zählen. Da wäre es doch schade, sich nur nach Süden zu orientieren. Die Trainerfortbildungen sollen den grenzüberschreitenden Austausch ankurbeln und motivieren, die Wettkämpfe des anderen Landes zu besuchen.

Nun existiert ein Interreg IVa Projekt ‚Kulturdialog’, das wiederum kulturelle und sportliche Mikroprojekte fördert. Børge Koch aus Hadersleben und Dr. Katharina Rubahn aus Flensburg regelten die Details, und mit ‚Trainerdialog‘ kam nun zum zweiten Mal eine attraktive Zusammenarbeit zu Stande. In insgesamt vier Fortbildungen erlaubt das Projekt einen direkten Austausch und damit auch die Möglichkeit, sich auβerhalb des normalen Rahmens Referenten zu suchen, für die diese Zusammenarbeit über die Grenze eine besondere Note hat.

Das war denn auch sicher einer der Beweggründe für jemanden wie die Bundestrainerin Nachwuchs, Beate Ludewig, sich von Berlin aus auf den Weg ans ’Ende der Welt‘ zu machen. Nun, der Zug endete zumindest schon einmal in Flensburg. Beate Ludewig war guter Dinge und sehr angetan von unserem Engagement und unserem Empfang. Ansonsten nahm sie kein Blatt vor den Mund und gab sich als echte Berlinerin zu erkennen.

Nachwuchsbundestrainerin Beate Ludewig bei ihrem Vortrag

Von dänischer Seite hatten wir die Ehre, Michael Hinge, den Jugendnationaltrainer, zu begrüβen. Während der ersten Fortbildung gaben beide Nationaltrainer Einblick in ihre Arbeit. Michael Hinge erklärte den aus ganz Schleswig Holstein und Teilen Dänemarks angereisten Trainern, wie von Jugend an die Anforderungen an die Schwimmer von den aktuellen olympischen- und Weltrekorden abgeleitet werden.

Michael Hinge, Jugendnationaltrainer Dänemarks bei seinen Ausführungen

War der Vortrag von Michael Hinge auf die schwimmerische Aufbauarbeit konzentriert, so ging Beate Ludewig mehr auf die strukturellen Voraussetzungen ein. Sie erzählte vom Landesvielseitigkeitstest und von Leistungszentren und der Vision, dass jeder Verein über universitär ausgebildete Trainer verfügen sollte.

Eine zweite Fortbildung hat stattgefunden mit Beteiligung von wiederum etwa 30 Trainern beiderseits der Grenze. Dieses Mal wurden die vier Grundstile ausführlich vorgestellt, inklusive praktischer Übungen im Wasser und die Korrektur von Schwimmern. Diese Veranstaltung fand im vergangenen Januar statt und die Vortragenden waren wiederum Michael Hinge und von deutscher Seite der ehemalige Landestrainer des SHSV János Werger.

Die Fortbildungsreihe wird sehr positiv aufgenommen, was sich auch daran zeigt, dass sie schon nach 1-2 Wochen ausgebucht ist. Noch 2 Fortbildungen stehen in diesem Jahr an.

Wir freuen uns, dass Flensburg schwimmerisch nun nicht als das nördliche Ende Deutschlands, sondern vielmehr als das Tor zu Skandinavien angesehen werden kann. Der Austausch führte schon jetzt zu mehr Teilnahme an gegenseitigen Wettkämpfen ist eine echte Bereicherung für den Schwimmsport und die Menschen beiderseits der deutsch-dänischen Grenze.

Dr. Katharina Rubahn
 

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