Herzlich willkommen

beim Flensburger Schwimmklub

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Grenzüberschreitende Fortbildung

Geschrieben von Katharina Rubahn.

Die Bundesjugendtrainerin Beate Ludewig und der Jugendnationaltrainer Michael Hinge aus Dänemark zu Gast beim Flensburger Schwimmklub:

 

Nicht jede Fortbildung für Trainer wird von so hochrangigen Referenten des Schwimmsports geleitet. Wir wollten unseren Trainern in Schleswig-Holstein einmal etwas Besonderes bieten. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit zwischen dänischer Schwimmunion und Kreisschwimmverband. Beide engagieren sich in einem gemeinsamen Teil-Projekt innerhalb des übergeordneten Interreg IVa Projekts ‚Kulturdialog’.

Børge Koch aus Hadersleben und Katharina Rubahn regelten die Details, und über das Teil-Projekt ‚Trainerdialog‘  kam nun zum zweiten Mal eine attraktive Zusammenarbeit zu Stande. Auf der einen Seite steht Dänemark mit für seine Gröβe herausragenden Schwimmern und einer flachen Struktur und auf der anderen Deutschland mit vielen Gliederungen und entsprechend anderem Aufbau. In insgesamt vier Fortbildungen erlaubt das Projekt einen direkten Austausch und damit auch die Möglichkeit sich auβerhalb des normalen Rahmens Referenten zu suchen, für die diese Zusammenarbeit über die Grenze eine besondere Note hat.

Das war denn auch sicher einer der Beweggründe für jemanden wie Beate Ludewig sich von Berlin aus auf den Weg ans ’Ende der Welt‘ zu machen. Nun, der Zug endete zumindest schon einmal in Flensburg. Beate Ludewig war guter Dinge und sehr angetan von unserem Engagement und unserem Empfang. Ansonsten nahm sie kein Blatt vor den Mund und gab sich als Berliner Kind zu erkennen.

Während der Fortbildung gaben beide Nationaltrainer Einblick in ihre Arbeit. Michael Hinge erklärte den aus ganz Schleswig Holstein und Teilen Dänemarks angereisten Trainern, wie von Jugend an die Anforderungen an die Schwimmer von den aktuellen olympischen-  und Weltrekorden abgeleitet werden. Die Leistungen der ganz Groβen im Schwimmsport werden dazu heruntergerechnet, damit der Nachwuchs irgendwann an die Weltspitze anschlieβen kann. Es vergehen 10 Jahre, bis ein Schwimmer so weit entwickelt ist. Auch in Deutschland gibt es daher immer wieder neue Regelungen und Qualifikationszeiten, angefangen schon bei Wettkämpfen wie dem Nord-Ostsee Pokal, der für Schwimmer von 6-9 Jahren gedacht ist.

Erzählte der Vortrag von Michael Hinge mehr von der schwimmerischen Aufbauarbeit, so ging Beate Ludewig mehr auf die strukturellen Voraussetzungen ein. Sie erzählte vom Landesvielseitigkeitstest, den sie gerne in jedem Verein verankert sähe als einem Test, um die allgemeinen athletischen Fähigkeiten eines Schwimmers festzustellen und über die Jahre zu dokumentieren. Auch stellt sie sich Leistungszentren in jedem Bundesland vor und darüber hinaus, dass jeder Verein über universitär ausgebildete Trainer verfügt. Ein Konzept, wie dies zu bezahlen wäre, hat sie auch. Länder wie die USA sind da Vorreiter, denn dort zahlen die Eltern monatlich deutlich höhere – aber bezahlbare - Beiträge an den Verein. Es wird sich wohl noch was tun in der Zukunft des Schwimmsports in Deutschland...

Nach diesen beiden Vorrednern, hatte Dirk Dobrowolski keine leichte Aufgabe, noch einmal die Aufmerksamkeit zu erlangen. Doch in gewohnt souveräner und abwechslungsreicher Art ging er an die Wettkampfregeln und brachte Beispiele von den olympischen Spielen.

Am Ende der Veranstaltung war klar, dass alle sich schon auf die nächste dieser Art freuen, die in Hadersleben am 12. Januar stattfinden wird. Die Ausschreibung wird über den SHSV bekanntgegeben.

Katharina Rubahn

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