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Ein Hallenbad für die Stadtwerke

Geschrieben von Flensburger Tageblatt.

Das Flensburger Tageblatt berichtete am 13. Februar 2013:

Schwimmen und planschen sind täglich möglich: Das Bad auf dem Campus hat Becken für Profi- und Freizeitsportler. Foto: Michael Staudt

Alle Mitarbeiter sollen übernommen werden, der Betrieb ohne Unterbrechung weiter laufen - doch einige Hürden sind noch zu nehmen.

Flensburg. Die Stadtwerke werden Betreiber des Campusbades - wirklich überraschen konnte diese Nachricht gestern Nachmittag nicht mehr. Die Einladung zu einer gemeinsamen Pressekonferenz von Stadt und Stadtwerken zur Zukunft des Campusbades hatte darauf schließen lassen. "Heute können wir ein Wunsch-Szenario vorstellen", sagte Oberbürgermeister Simon Faber. Und das sieht so aus: Das Campusbad wird ohne Unterbrechung weiter betrieben, und zwar von einer "Förde Bäder GmbH", wie die neue Betriebsgesellschaft am Ende vielleicht heißen wird; alle Mitarbeiter werden übernommen, die Eintrittspreise steigen nicht.

"Ein paar Hürden sind noch zu nehmen", schränkte Faber ein. "Auch brauchen wir die politischen Beschlüsse." Morgen wird die Ratsversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Thema diskutieren. Deutlich gesagt wurde auch, dass jeglicher Unterschuss aus dem Badbetrieb nicht die Stadtwerke aus ihrem Überschuss finanzieren sollen, sondern die Stadt aus ihrem ohnehin schon stark defizitären Haushalt.

Andreas Ostmann, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke, ließ keinen Zweifel daran, dass es für die insolvente Betreibergesellschaft Aqua Vital keine Zukunft in Flensburg gebe. Das gelte auch für den bisherigen Geschäftsführer Wolfgang Tober, der mit seiner weiteren Firma "Palm Springs GmbH" im Auftrag des Insolvenzverwalters das Bad in der Übergangsphase weiter betreibt. Für die Zukunft schloss Ostmann aber eine Weiterbeschäftigung Tobers im Campusbad aus.

Ostmann geht ebenso wenig wie Faber davon aus, dass das Bad unter einer neuen Betreibergesellschaft plötzlich schwarze Zahlen schreibt. "Fast alle Bäder krebsen um die Null herum oder liegen darunter", so Ostmann. Über die Frage des Umgangs mit den Verlusten strebe man eine Zielvereinbarung zwischen Stadt und Stadtwerken an. Das verbleibende Defizit werde von der Stadt "abgefedert", stellte der Oberbürgermeister klar und fügte hinzu: "Das ist beherrschbar."

Mit der Übernahme des Campus bades ist die öffentlich-private Partnerschaft bei diesem Projekt endgültig gescheitert. Beendet ist sie jedoch erst, wenn die Stadtwerke auch die Firma Marbana übernehmen. Das ist die Tochter der Commerzbank-Tochter Commerz Real, die das Bad gebaut hat. Die Projektgesellschaft Marbana war und ist für den Betrieb des Bades verantwortlich und hat mit dieser Aufgabe wiederum Tobers Firma Aqua Vital betraut, die jetzt pleite ist. Erst mit einer Übernahme der Marbana, die allem Anschein nach noch nicht in trockenen Tüchern ist, hätten die Stadtwerke und damit die Stadt die volle Kontrolle über das Campusbad. Das könne jedoch noch Monate dauern.

Eine offene Frage ist bislang auch der bauliche Zustand des Bades, das vor noch nicht einmal drei Jahren eröffnet wurde. Es gibt Hinweise auf Baumängel, genaue Untersuchungen stehen aber noch aus.

 

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