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Das Campusbad macht weiter

Geschrieben von Flensburger Tageblatt.

Das Flensburger Tageblatt berichtete am 01. Februar 2013:

Die Schwimmkurse im Campusbad gehen weiter - auch wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Foto: Staudt

Heute wird voraussichtlich das offizielle Insolvenzverfahren des Campusbads eröffnet. Alle Mitarbeiter sind noch an Bord. In letzter Minute einigten sich Betreiber und Stadt. Flensburg. Die gute Nachricht kam am Donnerstag um 16.38 Uhr: "Der Betrieb des Campusbads in Flensburg kann fortgeführt werden", textete die Pressestelle des Rathauses. Man kann davon ausgehen, dass das nicht immer so feststand in den Tagen zuvor. Am Dienstag wurde eine zwischen Stadt und Insolvenzverwalter abgestimmte Mitteilung im letzten Moment von letzterem zurückgezogen. Und auch am Mittwoch mussten die Mitarbeiter, die Besucher und die gesamte Öffentlichkeit auf eine erlösende oder zumindest erhellende Nachricht vergebens warten.

"Die Stadt Flensburg, die Marbana und der derzeitige vorläufige Insolvenzverwalter haben hierzu die Grundlagen abgestimmt", heißt es weiter in der Mitteilung. "Unterschriftsreife Papiere liegen vor, die die Fortführung des Bades auch nach Insolvenzeröffnung ermöglichen." Details indes wurden nicht genannt. Es werde erwartet, dass das zuständige Gericht heute das Insolvenzverfahren eröffnet. Am Donnerstag um Mitternacht endete die Phase der vorläufigen Insolvenz. Der bisherige Betreiber des Bades, die Firma Aqua Vital mit ihrem Geschäftsführer Wolfgang Tober, hatte sich vor drei Monaten für zahlungsunfähig erklärt.

"Ab 1. Februar arbeitet das Bad unter Vollkosten"

In den Verhandlungen spielte Aqua Vital offenbar keine große Rolle mehr. Die Grundlagen für den Weiterbetrieb haben die Stadt Flensburg, der Insolvenzverwalter Frank Schorisch (Pluta Rechtsanwalt GmbH) und die Firma Marbana gelegt; letztere ist eine Tochter des Bad-Investors Commerzreal und der Vertragspartner der Stadt für den Betrieb des Bades.

Die wochenlangen Verhandlungen wurden städtischerseits von einer Lenkungsgruppe begleitet, an deren Spitze mit Thomas Rasmussen der Chef der Flensburger Friedhöfe stand. "Ab 1. Februar arbeitet das Bad unter Vollkosten, da das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur nicht mehr gezahlt wird", so Rasmussen. "Diese Klippe mussten wir überwinden." Der Insolvenzverwalter muss es jetzt schaffen, das Bad zu betreiben, ohne neue Schulden zu machen.

"Wir hoffen, dass die Flensburger ihr Bad unterstützen"

Wie soll das gehen? Für rund 30 Mitarbeiter müssen die Löhne erwirtschaftet werden, dazu kommen u. a. die hohen Energiekosten. Auf Details wollte und durfte Rasmussen sich jedoch nicht einlassen. Auch die Frage, ob die Stadt finanzielle Zugeständnisse gemacht hat, ließ er unbeantwortet. Allerdings lässt die Tatsache, dass die Marbana mit im Boot ist, darauf schließen, dass die Commerzreal-Tochter finanziell in die Pflicht genommen worden ist. Oberbürgermeister Faber jedenfalls hebt die Zusage von Marbana als positiv hervor: "Wir freuen uns, dass die Marbana zu ihren Verpflichtungen steht und konstruktiv an der Lösung mitwirkt."

Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schorisch nimmt seinerseits die Bürger der Stadt in die Pflicht: "Wir hoffen, dass die Flensburger ihr Bad unterstützen, indem sie es kräftig besuchen."

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